„Jeder kann malen und zeichnen“

Malschule 20.09.2015 | 08:00 Uhr
„Jeder kann malen und zeichnen“

Freut sich auf die Ausstellung mit Werken von Malschülern und eigenen Bilder in der Sparkasse, die anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Malschule stattfindet. Foto: Tanja Frohne

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Warstein. Die – jungen wie älteren – Schüler der Warsteiner Malschule zeigen ihr Können. Am Dienstag ist eine Auswahl in der Sparkasse zu sehen.

„Kreative Reise – Magische Momente – Fantasievolle Hingabe“ – das Motto der Ausstellung der Malschule Warstein, die am kommenden Dienstag, 22. September, in der Sparkasse eröffnet wird, könnte auch das persönliche Motto von Ute Pluntke, Leiterin der Malschule, sein.

Wenn sie vom Malen erzählt, merkt man, mit wie viel Leidenschaft sie bei der Sache ist. „Das Schöne am Malen ist das Eintauchen in Farben, in eine andere Welt. Was mich sehr interessiert, ist das Ausprobieren von Techniken, Schablonieren, Collagen – das ist so spannend.“

Vor zehn Jahren rief Ute Pluntke die Malschule Warstein ins Leben. Zuvor hatte als Diplom-Grafikdesignerin in Werbeagenturen im Kölner und im hiesigen Raum gearbeitet. „Als Mutter von zwei Kindern fehlte mir in Warstein ein durchgehendes, kreatives Angebot“, erzählt sie. So entstand die Idee zur Malschule, deren Angebot sich zunächst ausschließlich an Kinder richtete. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Angebot bald um Kurse für Erwachsene erweitert. „Es kamen Leute, die ihre Kinder von den Kursen abholen wollten, und meinten, das würden sie auch mal gerne machen.“ Im Untergeschoss des Hauses entstand ein freundliches Malatelier.
Scheu vor Farbe und Pinsel nehmen

Hier nimmt sie Anfängern schnell die Scheu vor Farbe und Pinsel. „Jeder kann vom ersten Lebensjahr an malen und zeichnen“, ist Ute Pluntke überzeugt. „Das Talent wird nur leider durch Kritik und Gängelei eingeschränkt.“ Malen habe viel mit Ausdruck zu tun. „Das Schöne ist, hinterher die glücklichen Gesichter zu sehen – das macht einfach Spaß“, betont sie. „Es ist toll, etwas zu vermitteln und mitzugeben, dass die Kinder und Erwachsenen abends die Malschule zufrieden verlassen.“

Dabei ist die Malschule nicht die einzige künstlerische Berufung von Ute Pluntke. 2009 nahm sie zusätzlich eine lehrende Tätigkeit zunächst in der Hauptschule Warstein, dann im Berufskolleg Bestwig und schließlich am Ini-Berufskolleg Lippstadt an. Ihre Fächer sind natürlich Kunst und Grafikdesign. „Es ist diese Arbeitsteilung, die sich gegenseitig befruchtet und anregend wirkt“, erzählt die Warsteinerin. „Die Freude und der Spaß, Kinder, junge Erwachsene und Erwachsene künstlerisch und gestalterisch zu unterrichten, lassen mich einfach nicht los.“ Wenn man Glücklichsein mit einem großen Gefühl von Zufriedenheit definiere, „dann bin ich mit der Malschule glücklich – und das spüren auch meine Kursteilnehmer.“

Die haben zusammen mit ihrer Kursleiterin in den vergangenen zehn Jahren an verschiedenen Ausstellungen in der Volksbank-Geschäftsstelle und der Musikschule Warstein teilgenommen. Außerdem war Ute Pluntke mit zwei Acrylbildern bei der Gemeinschaftsausstellung „Freundschaft – Amitié“ präsent.
Belecker Kuh-Malaktion

Die Belecker Kuh-Malaktion mit anschließendem Almabtrieb beim verkaufsoffenen Sonntag, Ferienspaß-Aktionen, Malangebote in Schulen und die Teilnahme am Abenteuertag im Bilsteintal mit Höhlenkritzeleien nennt sie als weitere Besonderheiten, an die sie gerne zurückdenkt.

Aktuell bietet die Malschule neben Mal- und Zeichenkursen für Erwachsene, Teenager und Kinder auch Wochenendseminare an. Auch Mappenkurse werden angeboten. Zusätzlich laufen Acrylmalangebote bei der VHS und im INtus in Lippstadt. Außerdem gibt es Ferienworkshops und Geburtstagsworkshops für Kinder. „Kreativität kennt keine Grenzen“, betont Ute Pluntke. Hinzu kommen beim Malen ein sozialer Aspekt: „Viele Kursteilnehmer sind Wiederholungstäter. Es entsteht eine Gruppendynamik. Das ist nicht ausschließlich malen, sondern auch ein Austausch – das sind einfach besondere Abende, vor allem mit den Erwachsenen.“

Tanja Frohne

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